Wie dickes dunkles Blut
sehen die Tropfen aus die der Rotwein an den Rand des Glases heftet. Sie rinnen durch meine Kehle so weich und rund, düfte nach Johannisbeeren und Brombeeren, nach Schlachthof und nach Schreien in der Dunkelheit. Ich lege mich aufs Bett und überlege was ich morgen tun werde, es wird kaum etwas dabei rauskommen, ich weiss das, und versuche trotzdem einen Sinn im Morgen auszumachen. Ich mach noch eine Flasche auf, Cianti Classico, es wird nicht die letzte für diese Dunkelperiode sein, die ja jetzt im späten November so angenehm lange anhält. Morgen werde ich darüber schreiben welche Gedanken meine promillegeschwängerte Nacht gebahr.
Anarchist - 28. Nov, 23:36
